Bericht: Berlin gehen die Baugrundstücke aus

Das Land Berlin kann nur noch wenige freie Flächen verkaufen. Das berichtet die in Berliner erscheinende „Morgenpost“ in ihrer Online-Ausgabe. Der Wert aller verkaufsfähigen Flächen, die sich im Portfolio des landeseigenen Liegenschaftsfonds befinden, beläuft sich nur noch auf 693 Millionen Euro. Das geht aus einer vertraulichen Analyse hervor, die der Zeitung vorliegen. Besonders knapp ist das Angebot demnach innerhalb des S-Bahnrings, wo nur noch 45 Objekte zum Verkauf stehen.

Die offiziellen Zahlen sehen hingegen anders aus: Laut Liegenschaftsfonds stehen derzeit noch mehr als 5000 Objekte zur Verfügung mit mehr als 1800 Hektar, so der Bericht. Tatsächlich aber sehen selbst die Verantwortlichen nur gut die Hälfte der Liegenschaften als überhaupt potenziell marktfähig an. Denn 197 Grundstücke liegen außerhalb der Stadtgrenzen, 2071 der Flächen sind wegen Erbbaurechten oder anderer rechtlicher Einschränkungen nur „eingeschränkt vermarktbar“, heißt es in der Analyse.

Geht man nach den Zahlen des Zeitungsberichts, wären die Berliner Bestände in rund vier Jahren vergeben, würden im gleichen Umfang wie in den  vergangenen Jahren Grundstücke veräußert. 2011 nahm der Liegenschaftsfonds 157 Millionen Euro ein, im Jahr zuvor lagen die Erlöse noch höher.