Berlin entwickelt sich zur Luxus-Hauptstadt

Spät, aber gewaltig: Berlin boomt als Standort für Luxusimmobilien. Was vor einigen Jahren noch als unattraktiv galt, nämlich mit hochpreisigem Segment nach Berlin zu gehen, ist derzeit gefragt wie kaum zuvor. Nach jahrzehntelanger Teilung und dem Vernachlässigen des Luxussegments bringen nicht nur inländische Investoren den gehobenen Immobilienmarkt in der deutschen Hauptstadt in Schwung, berichtet das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe. Internationale Anleger schätzen Berlin besonders wegen seines vergleichsweise sicheren Marktes – und den glänzenden Aussichten, denn Berlin gilt trotz des Booms nach wie vor als unterbewertet.

Mittel- und langfristig dürfte Berlin den früheren deutschen Top-Adressen wie Hamburg und München den Rang ablaufen. Doch noch ist die deutsche Hauptstadt im Vergleich ein „Schnäppchen“: Kostet in Hamburgs bester Lage (zum Beispiel Harvestehude) der Quadratmeter derzeit durchschnittlich etwa 16.000 Euro – ebenso wie in Münchens Königinstraße – , liegt Berlin mit seinen Top-Preisen von bis zu 15.000 Euro noch knapp darunter. Lange dürfte dieses allerdings nicht so bleiben.

International sind die deutschen Luxus-Metropolen übrigens kaum der Rede wert. In New York kostet ein Quadratmeter Luxusapartment bis zu 50.000 Euro, in London schon 75.000 Euro. Richtig exklusiv wird es schließlich in Monaco, wo der Quadratmeterpreis schon mal bei 150.000 Euro liegen kann.