Berliner Immobilienmarkt lohnt sich – und muss sich noch beweisen

Berlin ist derzeit der attraktivste europäische Immobilienmarkt, ergab zuletzt eine Umfrage unter 500 Immobilienexperten aus ganz Europa, die von der Beratungsfirma Pricewaterhouse-Coopers (PwC) veröffentlicht wurde. Damit verwies die Spreemetropole München, London, Istanbul und Hamburg auf die Plätze. Ob diese Top-Bewertung allerdings gerechtfertigt und vor allem von Dauer ist, wird von einigen Fachleuten noch leicht (!) angezweifelt.

Berlin müsse noch beweisen, „dass der jüngste Immobilienboom nachhaltig ist und nicht nur vom bislang vergleichsweise niedrigen Preisniveau angeheizt wurde“, sagte PwC-Partner Jochen Brücken laut einem Bericht des Berliner Tagesspiegel. Generell sind Fachleute derzeit bei urbanen Zentren misstrauisch und machen da bei Berlin keine Ausnahme. Jüngstes Beispiel ist Frankfurt am Main, so der Tagesspiegel, wo die Büromieten im Zuge der Bankenkrise unter Druck geraten seien.

Echte Skepsis gibt es beim Berliner Markt derzeit allerdings nicht, zumal das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht schein. International hat die deutsche Hauptstadt noch viel Platz nach oben, trotz des zuletzt starken Preisanstiegs.

Die Umfrage bestätigt, dass sich Immobilien als Anlage in Krisenzeiten bewähren. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sich durch die Krise in der Eurozone neue Möglichkeiten für ihr Geschäft ergeben hätten. Erstmals seit Jahren zeigen sich die Immobilienexperten auch für die Zukunft optimistisch.

Mit Berlin und München führen erstmals zwei deutsche Städte das von PwC und dem Urban Land Institute seit 2004 erstellte Ranking der 27 attraktivsten europäischen Metropolen an.