Berliner Mieten steigen weiter

Besonders in Friedrichshain-Kreuzberg ziehen die Preise stark an

Durchschnittlich 6 Euro Kaltmiete fallen mittlerweile bei einer Neuvermietung im absoluten Trendbezirk Friedrichshain-Kreuzberg an. Damit liegt die multikulturelle Wohngegend mit 21 Cent pro Quadratmeter nur noch knapp hinter dem immer noch „führenden“ bürgerlichen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Ebenfalls nähern sich Nord-Neukölln und natürlich weiterhin der Prenzlauer Berg an die Spitzenmieten der Hauptstadt an. Auch Lichtenberg als Nachbarbezirk von Friedrichshain wird immer beliebter.

Wer kann das bezahlen?

Offiziell wird (noch) nicht von Abwanderung gesprochen, dennoch sind in den genannten Bezirken sinkende Arbeitslosenzahlen, Zuzügler mit höherem Einkommen und eine sinkende Anzahl an Hartz-IV-Empfängern zu beobachten. Auch Studenten sind skurrilerweise überall dort zu finden, wo die Mieten steigen. Sie finanzieren den trendigen Wohnort über das WG-Konzept, welches wiederum die Mieten in die Höhe treibt, da sich durch Wohngemeinschaften höhere Einnahmen erzielen lassen.

Wo wohnt man noch preiswert?

Am günstigsten wohnt man in Marzahn-Hellersdorf. Der Quadratmeter kostet hier im Schnitt 4,78 Euro. Auch Reinickendorf und das südlichere Neukölln liegen mit 5,03 und 5,23 Euro pro Quadratmeter bei den Mietpreisen unter dem Durchschnitt.

Wo führt das hin?

Die neuesten Wohnstudien belegen die Prognosen der vergangenen Jahre – die Mieten in der Hauptstadt steigen weiter und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Nach wie vor ist Berlin daher ein äußerst attraktiver Standort für Immobilienerwerb, sei es mit Blick auf steigende Mieteinnahmen oder um sich selbst vor Mietausgaben zu schützen, die man irgendwann nicht mehr aufbringen kann.