Immer mehr Wohnungsbesitzer lagern Habseligkeiten aus

Bei Eigentumswohnungen steht immer mehr das komfortable und „kompromisslose“ Wohnen im Vordergrund. Besonders in Großstädten, in denen es traditionell die größte Dichte hochpreisiger und luxuriöser Wohnungen und Apartments gibt, sind immer weniger Menschen bereit, den kostbaren Platz der eigenen vier Wände für das Verstauen und Lagern von unbenutzten Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen zu nutzen. Das Fokussieren auf das reine Wohnerlebnis ist vielerorts kein Problem mehr, denn es gibt inzwischen hochmoderne Lagerzentren, die auf die Bedürfnisse von Privathaushalten ausgelegt sind. Die Anbieter haben selbst kleine Abteile im Angebot, die mitunter nur Schließfach-groß sind.

Nicht nur Krimskrams

Ausgelagert werden nicht nur Skisachen, Surfbretter und alte Unterlagen, sondern auch Designermöbel und Kunstgegenstände, für die in den Wohnräumen schlichtweg kein passender Platz gefunden wurde. Trennen mögen sich viele Wohnungsbesitzer von diesen Gegenständen allerdings trotzdem nicht, so dass die Auslagerung eine attraktive Alternative darstellt. Die nächste Umgestaltung der eigenen vier Wände kommt bestimmt. Auch geerbte Möbel mit einem hohen ideellen Wert finden sich häufig in den Abteilen.

Der Trend wird zunehmend auch für Architekten und Innenarchitekten interessant, wenn auch die Auslagerung von Möbeln und Gebrauchsgegenständen nicht zu einem umfassenden Trend werden dürfte. Platz für Stauraum brauchen auch moderne Wohnungen, doch der Anteil von Abstellnische und Besenkammer an der Gesamtfläche wird besonders in gehobenen Wohngegenden immer geringer.