Immobilien-Ranking: Berlin attraktiver als London

Deutschland gilt in der Euro-Krise als sicherer Hafen, und zwar auch bei den Immobilien. Aus Sicht internationaler Branchenexperten führen mit Berlin und München gleich zwei deutsche Städte das Ranking der beliebtesten Immobilienmärkte an. Damit gibt es bei der Rangliste, die seit 2004 von der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) und der Branchenvereinigung Urban Land Institute (ULI) aufgestellt wird, erstmals ein deutsches „Führungsduo“. Auf Rang drei landete London, das nach einem heftigen Abstieg im letzten Jahr auf den zehnten Rang nun wieder nach oben kletterte.

Berlin mit erstklassigem Ruf weltweit

Das Interesse an den deutschen Metropolen (Hamburg landete auf Platz fünf und liegt damit noch vor Paris) rührt vor allem daher, dass der deutsche Markt auch mittelfristig als stabil betrachtet wird. Berlin profitiert derzeit nicht nur vom Ruf, einer der stabilsten Märkte weltweit zu sein, sondern auch vom wachsenden Raumbedarf der Technologie- und Kreativbranche. Zudem profitiere der Hotelmarkt vom boomenden Tourismus, so die Zeitschrift Welt in ihrer Online-Ausgabe. In Berlin raten die Experten zu Investitionen im Hotel- und Tourismussektor. Bevorzugt werden allerdings Wohnimmobilien: Für keine andere europäische Metropole haben mehr Befragte eine Kaufempfehlung für Wohnungen ausgesprochen als für Berlin. Und das, obwohl die Preise einmal mehr kräftig angezogen sind.