Immobilienmarkt: Geringes Angebot senkt Käuferansprüche

Die Käufer von Wohneigentum geben sich bei der Ausstattung der Immobilie mit weniger zufrieden, als es noch vor zwei Jahren der Fall war. Dieses ist das Ergebnis des „Immobilienbarometers“, einer Umfrage von Interhyp und Immobilienscout24. Für die Studie wurden im vergangenen Juni über 3.200 Interessenten von Kaufimmobilien befragt.

Die Unterschiede zu den Umfrageergebnissen von 2010 sind dabei beachtlich. Gab vor zwei Jahren noch jeder fünfte Interessent an einem Eigenheim an, er verzichte nicht auf eine Badewanne im neuen Objekt, tat dies in der aktuellen Umfrage nur noch jeder Zehnte. Auch die Anzahl derjenigen, die dünne Wände oder eine Nordausrichtung der Räume als inakzeptabel empfinden, hat sich halbiert (von je 31 Prozent auf 15 Prozent). Selbst eine schlechte Dämmung (von 39% auf 21%), niedrige Decken (von 39% auf 22%) oder eine renovierungsbedürftige Fassade (13% auf 8%) wirken heute weit weniger abschreckend als noch im Jahr 2010.

„Wir beobachten, dass in den Ballungszentren Immobilien heute deutlich schneller verkauft werden, als noch vor zwei Jahren“, so Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24. „Das führt zu einer spürbaren Angebotsverknappung. Wer heute in den gefragten Lagen eine Immobilie sucht, nimmt schon mal Abstriche bei den Objekteigenschaften in Kauf.“