Kapitalanlage: Steigendes Interesse an denkmalgeschützten Immobilien

Auf der Suche nach einer langfristigen Kapitalanlage greifen immer mehr Investoren auf denkmalgeschützte Immobilien zurück. Eine Investition macht in diesem Segment derzeit besonders dann viel Sinn, wenn die AfA-Regelung (Absetzung für Abnutzung) des Gesetzgebers in Anspruch genommen wird. Diese greift immer dann, wenn ein ausgesprochenes Interesse an der Werterhaltung historischer Gebäude festgestellt wird.

Die AfA-Regelung ist eine Subvention des Staates, die Eigentümern von denkmalgeschützten Immobilien Steuervorteile verschafft. Die Besitzer können dabei Investitionen die zum Werterhalt beitragen, acht Jahre lang mit jeweils neun und vier weitere Jahre mit jeweils sieben Prozent steuerlich geltend machen. Unter dem Strich erhalten Eigentümer einer entsprechenden Immobilie also zwölf Jahre lang Geld vom Finanzamt. Möglich ist dieses sowohl für Investoren als auch für Selbstbewohner. Für Selbstnutzer gibt es allerdings veränderte Konditionen: Wer in die Immobilie selbst einzieht, kann immerhin noch zehn Jahre lang bei der Einkommensteuererklärung jeweils neun Prozent der Erhaltungskosten geltend machen.

Denkmalschutz-AfA gefragt wie lange nicht mehr

Zu beachten ist, dass die Denkmalschutz-AfA vor Beginn der Wiederherstellungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen beantragt werden muss, um die Ansprüche in vollem Umfang geltend machen zu können. Bei Erwerb sollte mit den Maßnahmen also nach Möglichkeit noch nicht begonnen worden sein.

Viele Nutzer der Denkmal-AfA nutzen den steuerlichen Vorteil für weitere Investitionen, so das Ergebnis aktueller Marktumfragen. Durch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von sowohl Selbstnutzern als auch Anlegern wird die Regelung derzeit besonders häufig in Anspruch genommen. Das Ziel der Regelung, wonach ein Anreiz geschaffen werden soll, besonders schützenswerte Gebäude von privater Hand instand setzen zu lassen, ist damit erreicht.