Senats-Bericht: Berliner Immobilienpreise ziehen sprunghaft an

Der Immobilien-Boom ist nun auch von offizieller Seite bestätigt: Der Berliner Senat informiert in einem Bericht über die deutlich gestiegenen Grundstücks- und Häuserpreise und möchte dem Trend mit landeseigenen Firmen entgegenwirken. Die Unternehmen sollen auf 60 Baugrundstücken sowie auf acht bereits teilweise bebauten Grundstücken Wohnanlagen errichten, so dass rund 2360 neue Wohnungen entstehen. Die Mieten dieser Neubauten sollen preislich unter dem aktuellen Marktniveau liegen, so der Bericht nach Angaben von tagesspiegel.de.

Der „deutliche Aufwärtstrend bei Preisen für innerstädtische Wohnimmobilien“ sei besonders im Zentrum zu verzeichnen. Gemeint sind vorrangig wohl die Stadtteile Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain- Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Stadtzentrum sei ein Anstieg der Bodenwerte um 30 Prozent zu verzeichnen.

Der Senats-Bericht ist unter anderem auch deswegen interessant, da sich die Zahlen nicht nur auf die Angaben einiger Maklerbüros beziehen, sondern auf notariell beurkundete Vertragsabschlüsse. Es wurde also sämtliche Verkäufe mit einbezogen, also auch die von kleineren Immobilienunternehmen sowie Privatverkäufe. Demnach wechselten im vergangenen Jahr Immobilien (also Häuser und Wohnungen sowie Grundstücke) im Gesamtwert von rund 18 Milliarden Euro den Besitzer. Mit 3200 insgesamt verkauften Objekten wurden zwar nicht mehr Immobilien veräußert als im Jahr davor, doch wurde dafür rund 11 Prozent mehr Geld ausgegeben.

Immobilien in Berlin: Bei Selbstnutzern und Investoren gleichermaßen beliebt

Immobilien waren im vergangenen Jahr sowohl bei Selbstnutzern als auch bei Investoren beliebt. Während Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zu 2012 rund 5 Prozent häufiger wechselten, gab es bei den Zinshäusern ein sattes Plus von 11 Prozent.

Besonders deutliche Preisanstiege gab es in den gehobenen Wohngegenden im Südwesten der Stadt. In den Top-Lagen von beispielsweise Dahlem und Grunewald wurden Bodenrichtwerte verzeichnet, die um rund 12 Prozent über jenen des Vorjahres lagen. Damit lag der Quadratmeterpreis bei durchschnittlichen 950 Euro. In anderen Berliner Lagen gab es immerhin noch Zuwächse zwischen 5 und 10 Prozent.

Wie beliebt der Berliner Immobilienmarkt ist, zeigt die Region um die „Dauerbaustelle“ des Flughafens in Schönefeld. Hier wurden trotz des anstehenden Flugverkehrs „keine Preisrückgänge“ verzeichnet, was eindeutig für die nachhaltige Attraktivität der Stadt spricht.

Es bleibt also festzuhalten, dass der Immobilienmarkt in Berlin nicht nur weiter in Bewegung bleibt, sondern dass auch kein Ende in Sicht ist. Wer hier investieren möchte, darf also auch künftig auf gute Renditen hoffen.