Spekulationsblase oder nicht? Der Berliner Wohnungsmarkt zieht weiter an

Die Preise auf dem Berliner Wohnungsmarkt klettern immer weiter nach oben. Wie in keiner anderen deutschen Stadt drängen auch Auswärtige auf den Wohnungsmarkt, weil entweder gutes Geld oder eine sichere Anlage für die Altersvorsorge erwartet wird. Während der Zustrom von Investoren in München, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main ebenfalls kräftig ist, befürchteten einige Experten in Berlin sogar eine Spekulationsblase. Trotz der weiter steigenden Preise ist diese Befürchtung jedoch größtenteils wieder vom Tisch.

„Berlin ragt etwas heraus, weil hier die Wiederverkaufsrate gestiegen ist und sich die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime so unterschiedlich entwickelt haben“, sagte Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), laut eines Berichts der Online-Ausgabe des „Tagesspiegel“. Gemessen an der Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung, der Kreditvergabepraxis und der Preis- Miet-Relation sei die Entwicklung jedoch „nicht besorgniserregend“, so Hüther. Bundesweit lägen die Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt seit zwei Jahren mit bis zu 4,5 Prozent deutlich über der Inflationsrate.

Ein seiner jüngsten Immobilienstudie kommt das IW zu dem Ergebnis, dass in den deutschen Großstädten die Gefahr einer Überhitzung auf dem Immobilienmarkt nicht besteht. Deutschland ist damit von Verhältnissen weit entfernt, die in den USA oder Spanien Auslöser der Finanzkrise waren. Befürchtungen seien unbegründet.