Stabilität im Immobiliengeschäft

In den vergangenen Jahren sind die Preise der Immobilien besonders in den deutschen Metropolen gestiegen. Aus diesem Grund haben immer mehr Spekulationen die Runde gemacht, ob es sich um eine Blase handele. Schließlich gibt eine Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW)die beruhigende Entwarnung. „Derzeit sind auf dem deutschen Immobilienmarkt keine Zeichen einer spekulativen Blase erkennbar“, so der Chef des Instituts, Michael Hüther gegenüber der WELT.

Inhalte der Studie

Wie das IW auf das Ergebnis kam, dass keinerlei Anzeichen für eine Blasenbildung  vorliege und dadurch die Entwarnung geben werden konnte, wurde wie folgt untersucht. Das IW hatte die Märkte auf übermäßige Kreditvergaben, häufige Verkäufe und hohe Preise im Vergleich zu Mieten und Einkommen analysiert. Die Untersuchung hat jedoch nichts Auffälliges ergeben können.

Das IW unterstreicht des Weiteren, dass der Preisanstieg der letzten Jahre mit den Mieten und dem Einkommen zusammenhängen. Außerdem bringen die Deutschen einen relativ niedrigen Teil ihres Einkommens für Wohnkosten auf.  International gesehen, ist der aufzuwendende Anteil für Wohnkosten in anderen Großstädten sehr viel größer. Auch die bedachte Haltung der deutschen Finanzierungspraxis auf dem Immobilienmarkt hat mehr an Stabilität gewonnen.

Städte im Vergleich

Wie aus der Studie außerdem noch hervorgeht, weisen die fünf untersuchten deutschen Metropolen Unterschiede bezüglich der Preise auf. Zum einen stiegen die Immobilienpreise seit 2007 in Berlin, Frankfurt und Köln nicht gravierend stärker an als die Mieten. Daraus resultiert, dass diese Städte sich diesbezüglich in einem ausgewogenen Verhältnis befinden. Ganz im Gegenteil stiegen die Immobilienpreise für Wohneigentum in Hamburg um neun Prozent und in München um 21 Prozent an.

Erfreulicherweise wurde Berlin, die Spreemetropole, in der Studie als eine sehr attraktive Stadt mit insgesamt guten Perspektiven gepriesen.