Städte fordern mehr staatliche Eingriffe in Wohnungsmarkt

Der soziale Wohnungsbau soll vom Staat stärker unterstützt werden, fordert der Deutsche Städtetag und erhofft sich dadurch besonders für die attraktiven Wohngegenden weniger stark steigende Mietpreise. „Aktuell steigen die Mieten in vielen Großstädten so rasant, dass besonders Haushalte mit geringem Einkommen überfordert sind und sogar Familien mit mittleren Einkommen in Schwierigkeiten kommen“, sagte der Städtetagspräsident Christian Ude (SPD) zum Auftakt der Hauptversammlung des kommunalen Spitzenverbands in Frankfurt.

Wie die FAZ online berichtet, sollen Vermieter auf Vorschlag Udes höchstens 10 Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen dürfen, wird eine Wohnung nach einem Auszug weitervermietet. Zudem fordert der Städtetag ein Ordnungsgeld, sollten Vermieter mehr als 20 Prozent als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen. Die Deckelung von 10 Prozent zur Vergleichsmiete soll nur für Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten gelten und zunächst auf fünf Jahre beschränkt werden.

In Berlin gibt es zudem derzeit Pläne, den Wohnungsbau deutlich voranzutreiben. So sollen bis zum Jahr 2025 knapp 140.000 neue Wohnungen entstehen.