Stiftung Warentest: Beratung bei Bausparkassen oft schlecht

Nach Einschätzung der Stiftung Warentest lässt die Beratung bei Bausparkassen häufig sehr zu wünschen übrig. Bei einer Untersuchung der Zeitschrift „Finanztest“ zu Beginn des Jahres fiel fast jede Beratung mit „mangelhaft“ durch. „Die Zahl der Fehlberatungen ist erschreckend“, sagte der Teamleiter Finanzdienstleistungen bei der Stiftung, Stephan Kühnlenz, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe. Der Verband der Privaten Bausparkassen kündigte an, mögliche Mängel schnell zu beseitigen.

Von Januar bis April 2012 waren den Angaben zufolge Tester in jeweils sieben Filialen von 22 Bausparkassen unterwegs. 18 Institute hätten sich dabei mindestens eine Fehlberatung geleistet. Knapp die Hälfte der 154 Beratungen von Testkunden bewerteten die Verbraucherschützer allerdings mit gut oder sehr gut.

Viele Berater hätten die Wünsche der Testkunden schlicht ignoriert, so der Test. „Oft beraten Bausparkassen am Kunden vorbei“, sagte „Finanztest“-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen laut dem Bericht von „süddeutsche.de“. Zudem sei die Spar- oder Darlehnsrate häufig zu hoch gewesen. „Jede fünfte Finanzierung hätte die Kunden deutlich zu viel Geld gekostet“, erklärte Tenhagen. „Gute Beratung wird so zum Glücksfall.“