Zinshäuser und Luxusimmobilien in Potsdam

Bild: Villen am Heiligen See in Potsdam, Fotolia ©dudlajzov

Villen am Heiligen See in Potsdam, Fotolia ©dudlajzov

Luxusimmobilien und Zinshäuser werden in Berlin zunehmend rar. Seit mehreren Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot. Kein Wunder, dass sich Investoren zunehmend im Berliner Umland umsehen. Gerade bei Luxusimmobilien fällt der Blick sogleich auf das benachbarte Potsdam. Auf der Glienicker Brücke ist die brandenburgische Hauptstadt gerade mal durch ein Ortsschild von Berlin getrennt. S-Bahn-Verbindungen und Nahverkehrszüge fahren regelmäßig, vom Alexanderplatz bis zum zentralen Brandenburger Tor in Potsdam sind es gerade mal 40 km oder 50 Minuten mit dem Auto.

Hohe Lebensqualität zwischen Kultur, Wasser und Parkanlagen

Doch Potsdam ist nicht einfach nur Teil des Berliner ‚Speckgürtels‘. Die ehemalige Residenzstadt mit ihren etwa 170.000 Einwohnern hat mit ihren herrschaftlichen Beamten- und Bürgerhäusern im Grünen gerade im Luxussegment viel zu bieten. Die Kulturlandschaften rund um die Parks und Schlösser von Sanssoucis sind UNESCO-Weltkulturerbe, die Filmstudios von Babelsberg gelten als Kult. Die gemütliche preußische Offiziersstadt zwischen Griebnitzsee, Havel, Heiligensee und Jungfernsee verbindet charmante Wohnlagen an Wald und Wasser mit Kultur, Business und Internationalität. Wer es sich leisten kann, wohnt entspannt in Potsdam und pendelt zur Arbeit ins nahe Berlin.

Zinshäuser in Potsdam hochpreisiger als in Berlin

Seit 2016 rangiert Potsdam nach München auf Platz zwei bei der bundesweiten Kaufpreishöhe von Zinshäusern. Mit durchschnittlich 4,34 Mio. € sind Wohn- und Gewerbehäuser in Potsdam mittlerweile kostspieliger als in Berlin, seit 2014 stiegen ihre Preise um etwa 30 %. Die Bevölkerung in der Brandenburgischen Hauptstadt wächst, mittlerweile wird auch in Potsdam das Bauland knapp, was die Immobilienpreise weiter steigen lässt. 52 Zinshäuser wurden 2016 für insgesamt 225,5 Mio. € in Potsdam verkauft. Mittlerweile werden auch in Potsdam mit -8,7 % die Verkäufe seltener, während die Umsätze mit über +10 % kontinuierlich steigen. Die Mieteinnahmen durch Zinshäuser in Potsdam sind deutlich einträglicher als im benachbarten Berlin. Trotz bundesweit zweithöchstem Kaufpreis amortisiert sich ein Zinshaus in Potsdam bereits nach durchschnittlich 16 Jahren, die Anfangsrendite liegt bei 6,25 %.

Luxusimmobilien in Potsdam bundesweit unter TOP 10

Bei den Preisen von Luxusimmobilien rangiert Potsdam mittlerweile bundesweit auf Rang 10, hinter Sylt und Starnberg aber vor Baden-Baden, dem Tegernsee oder dem Frankfurter/M. Speckgürtel. Die besten Wohnlagen für Villen am Wasser finden sich am Teltowkanal. 2016 wurden 21 Ein- und Zweifamilienhäuser im oberen Preissegment für 61,7 Mio. € verkauft, was einer Preissteigerung von +53 % entspricht. 8,3 Mio. € kostete 2016 die teuerste unsanierte Villa in Potsdam, für 6.784 €/m2 fand eine Neubauwohnung in Potsdam einen Käufer.  

Anhaltende Preissteigerungen für Premiumimmobilien in Potsdam erwartet

Potsdam gilt als klein aber fein bei Luxusimmobilien: mit Jahresumsätzen von 700 (München), 400 (Hamburg) oder 267 Mio. € (Berlin) kann die kleine brandenburgische Hauptstadt zwar nicht mithalten und luxuriöse Eigentumswohnungen spielen mit einem Umsatz von 8,8 Mio. € in Potsdam eine geringere Rolle. Trotzdem ist Potsdam nach Berlin und vor Dresden der zweitgrößte Markt für Premiumimmobilien in Ostdeutschland. Wie in Berlin werden in Potsdam durch hohe Nachfrage und begrenztes Angebot weitere Preissteigerungen bei Luxusimmobilien erwartet. Denn die hohe Lebensqualität und die Nähe zu Berlin lassen Potsdam als die entspanntere Alternative für betuchte Familien bei der Suche nach einer Villa erscheinen.